Höchstleistungsfaktor LOB

Fachkompetenz, Kreativität oder Effizienz – an diesen fehlt es in den meisten Unternehmen nicht. Doch fehlende Wertschätzung drückt vielen Mitarbeitern aufs Gemüt. Viele Führungskräfte sehen ihre Mitarbeiter als reine Kostenfaktoren und degradieren sie zu Personalpunkten. Statt Anerkennung gibt es häufig nur Druck. Druck führt aber keineswegs dazu, dass irgendwer schneller oder besser arbeitet – ganz im Gegenteil.

A.R.T. Leadership - Höchstleistungsfaktor LOB

Manchmal sind Mitarbeiter schon froh, wenn der Chef nicht schimpft, das wird dann als gutes Zeichen gewertet. Wenn aber das Telefon läutet und der Vorgesetzte dran ist, bedeutet dies meist nichts Gutes.

Viele Führungskräfte sind fachkompetent, haben aber keine Ahnung von Mitarbeiterführung. Diese Unsicherheit bringt sie meist dazu, mit Druck zu führen. Doch Druck ist eher Hilflosigkeit als Stärke und Druck schafft keine Höchstleistungen. Eher ist das Gegenteil der Fall. Mitarbeiter haben innerlich gekündigt und leisten nur noch das Nötigste. Engagement und Freiwilligkeit kann man auf keinen Fall von ihnen erwarten – zu Recht! Was tun?

LOBEN, LOBEN, LOBEN UND ZWAR EHRLICH

Wollen Sie als Führungskraft Höchstleistung mit Ihrem Team erreichen, dann gibt es dafür einen gewichtigen Hebel: LOBEN!

Ehrlich gemeinte Anerkennung ist eines der stärksten Bindeglieder zwischen Menschen und ein mächtiger Motivationsfaktor. Doch auch Loben will gelernt sein. Loben ist wie Dünger, welchen man auf dem Feld der Leistung ausstreut. Zu wenig lässt die Pflanzen der Leistung kümmern, zu viel davon kann aber auch die Ernte verderben. Nur wohldossiertes ehrliches Lob lässt Höchstleistungen sprießen. Doch es gibt dabei unbedingt einiges zu beachten …

1. NUR EHRLICHES LOB IST WIRKSAMES LOB

Ehrliches Lob kommt vom Herzen und ist kein, in einem Seminar erlernbarer Reflex. Du musst loben wollen – aus Deinem Innersten heraus. Erst dann bist Du in der Lage ehrlich zu loben. Lob muss authentisch sein.

2. LOBE ZEITNAH!

Auch beim Loben gilt der Satz „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“. Einen Mitarbeiter an eine gute Leistung nach Wochen „erinnern zu wollen“ ist vergebens. Achte (nicht kontrollieren) auf Deine Mitarbeiter, damit Du deren Leistungen auch wahrnehmen kannst – und loben zeitnah!

3. LOBE OHNE WENN UND ABER!

Zerstöre nicht die positive Wirkung eines – wenn auch ehrlich gemeinten – Lobes durch die Konjunktion „ABER“.

„Müller, Ihre Ausarbeitung war sehr aussagekräftig, gute Arbeit – ABER
aus meiner Sicht, hat da noch der eine oder andere Punkt gefehlt.“

Kritik zwischen Lob zu verstecken – die so oft propagierte, bei Führungskräften beliebte aber dumme „Sandwich-Methode“ um Mitarbeitern Rückmeldungen zu ihren Leistungen zu geben – kann das Verhältnis zu Deinen Mitarbeitern nachhaltig beschädigen. Lasse stets das Lob für sich alleine stehen. Mögliche Kritikpunkte gehören in ein anderes Gespräch. Dort solltest Du dann aber auch Klartext reden – genauso ehrlich!.

4. NONVERBAL IST WIRKUNGSVOLL!

Loben bedeutet nicht zwingend, dies mit Worten zu tun. Auch eine Geste (wie beispielsweise ein Schulterklopfen oder ein erhobener Daumen), ein Lächeln, vielleicht sogar ein Augenzwinkern sind ein wirksames, manchmal weit überzeugenderes Lob.

5. LOBE OHNE VERGLEICH UND SEI GERECHT!

Versuche das Lob für die lobenswerte Leistung eines Mitarbeiters nicht dadurch zu steigern, indem Du diese mit Leistungen von Kollegen vergleichst. Gerechtes Lob kennt auch keine „Lieblinge“. Lobe nicht nach Sympathien sondern nach Leistung.

EHRLICHES LOBEN UND SEINE WIRTSCHAFTLICHEN FOLGEN:

  • Steigende Motivation
  • Eigeninitiative der Mitarbeiter,
  • geringere Fluktuationsquoten,
  • niedrigere Krankheitsstände,
  • Identifikation mit dem Team und dem Unternehmen.

Autor: Richard Vizethum
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